Die vergangenen Jahre waren geprägt vom Projekt Seetalbahnzug, das die Revision und Neulackierung unserer beiden Seetalwagen ABi 4415 und Bi 7714 beinhaltete. Der ABi ist schon länger im Bestand der HSTB und war schon asbestsaniert und in Betrieb, aber immernoch in den Farben des Vorbesitzers, der Rorschach-Heiden-Bergbahn. Der Bi 7714 wurde vom Verein Dampflok Muni aus Full AG übernommen, asbestsaniert und innen komplett neu aufgebaut. Der Fokus war der Erhalt im letzten Betriebszustand mit den klassischen Sitzpolstern in grün und rot. Anfang 2024 schliesslich wurden die beiden Seetalwagen im klassischen SBB-grün neu lackiert und der originale Seetalzug konnte im Juni 2024 auf die „zweite Jungfernfahrt“. Ein grosses Projekt konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Weiter organisierte die Historische Seethalbahn fast jährlich das allbekannte Remisenfest. Ergänzt wurde es durch die Modelleisenbahn-Ausstellung, die jung und alt immer wieder erfreute. Einzig die Remisenfeste 2020 und 2025 fanden, bedingt durch die Covid-19 Pandemie und personeller Engpässe, nicht statt.
Der administrative Aufwand für den Betrieb eines eigenen Eisenbahnverkehrsunternehmens EVU wuchs stetig und benötigte viele Ressourcen. Dennoch wurden die Sicherheitsbescheinigungen in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verkehr und weiteren Partnern stets wieder erlangt, was für einen Verein unserer Grösse wichtige Meilensteine darstellt.
Unser Fahrzeugpark war in stetigem Wandel. 2023 wurde der EW I 1. Klasse A 801 gekauft, der dem Verein Extrazug.ch aus Langnau i.E. gehörte. Er ermöglichte das Führen von 2 eigenen Zügen am Remisenfest, was eine zusätzliche Attraktivität darstellte. Eine veränderte Zusammenarbeit mit SBB Infrastruktur machte jedoch das Abstellen von Wagen vor der Remise nicht mehr möglich, weshalb der EW I verkauft werden musste. Zusätzlich wurde 2025 der C4 354 der ehemaligen Gürbetal-Bern-Schwarzenburg Bahn verschrottet, da er eine Kernsanierung benötigte und mit einer asbesthaltigen Isolation ausgestattet war. Der Lokomotivpark wurde 2021 um die Ee 3/3 16383 erweitert, die von SBB Personenverkehr gekauft werden konnte. Sie ist technisch baugleich wie ein halbes Seetalkrokodil, was die Ersatzteilversorgung vereinheitlicht.
In und um die Remise veränderte sich auch das eine oder andere. Neben der Remise wurden diverse restaurierte Formsignale der SBB aufgestellt, von denen das zweiflüglige Semaphor von Mosen bestens zur nostalgischen Atmosphäre der Remise passt. Im oberen Stock der Lokhalle wurde ein kleines Museum eingerichtet, das diverse Stellwerke, Schilder und Eisenbahngegenstände beinhaltet. Es ist die Grundlage für den Betrieb der Remise Hochdorf als Museum und Eventlokal.
